Wachstum vs. Wert
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Das Verständnis des Unterschieds zwischen Growth Investing und Value Investing ist entscheidend für den Aufbau eines Portfolios, das zu den eigenen Zielen und der Risikobereitschaft passt. Growth Investing konzentriert sich auf Unternehmen, bei denen ein überdurchschnittliches Gewinnwachstum im Vergleich zum Markt erwartet wird. Diese Unternehmen sind häufig in der Technologiebranche oder in aufstrebenden Industrien tätig und investieren ihre Gewinne in das weitere Wachstum, anstatt Dividenden auszuschütten. Value Investing hingegen sucht nach Unternehmen, die vom Markt als unterbewertet angesehen werden. Value-Investoren achten auf Aktien, die unter ihrem inneren Wert gehandelt werden, was oft anhand von Finanzkennzahlen und Fundamentaldaten gemessen wird. Beide Anlagestile haben Phasen der Überlegenheit, und das Wissen, wann welcher Stil tendenziell besser abschneidet, unterstützt fundierte Anlageentscheidungen.
Growth-Aktien weisen häufig höhere KGVs auf als Value-Aktien.
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) ist eine grundlegende Kennzahl im Value Investing. Es hilft dabei zu bestimmen, ob eine Aktie im Verhältnis zu ihrem Gewinn über- oder unterbewertet ist. Die Formel für das KGV lautet:
P/E Ratio=Earnings per ShareShare PriceEin niedrigeres KGV kann auf eine Value-Aktie hindeuten und darauf schließen lassen, dass der Markt geringere Wachstumserwartungen hat oder die aktuellen Gewinne des Unternehmens unterbewertet.
Um die historische Entwicklung von Wachstums- und Value-Portfolios zu veranschaulichen, betrachten Sie die folgenden Beispieldaten, die die annualisierten Renditen über einen Zeitraum von 20 Jahren vergleichen:
| Portfolio Type | Annualized Return (%) | Standard Deviation (%) |
|---|---|---|
| Growth | 9.2 | 17.8 |
| Value | 8.7 | 15.2 |
Diese Tabelle zeigt, dass Wachstumsportfolios manchmal höhere Renditen erzielt haben, jedoch mit größerer Volatilität. Value-Portfolios boten im gleichen Zeitraum stabilere, wenn auch etwas niedrigere Renditen.
Dieser Vergleich verdeutlicht, dass keine der beiden Strategien immer überlegen ist. Wachstumsaktien können während wirtschaftlicher Aufschwünge überdurchschnittlich abschneiden, wenn Anleger optimistisch sind und bereit sind, für zukünftiges Potenzial einen Aufpreis zu zahlen. Value-Aktien glänzen oft während Erholungsphasen nach Abschwüngen, wenn unterbewertete Unternehmen wieder an Wert gewinnen. Marktzyklen, Zinssätze und die Stimmung der Anleger spielen eine Rolle dabei, welche Strategie führt. Durch das Verständnis dieser Einflussfaktoren lässt sich ein widerstandsfähigeres Portfolio durch die Kombination von Wachstums- und Value-Investments aufbauen.
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