Stichproben Verstehen
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Stichprobenziehung ist der Prozess, eine Teilmenge von Daten aus einer größeren Grundgesamtheit auszuwählen, um Erkenntnisse zu gewinnen und Rückschlüsse auf das Ganze zu ziehen. Da es oft unpraktisch oder unmöglich ist, Daten aus der gesamten Grundgesamtheit zu erheben, ermöglicht die Stichprobenziehung eine effiziente Analyse bei gleichzeitiger Wahrung der Qualität und Genauigkeit der Ergebnisse.
Einfache Zufallsstichprobe
Jedes Mitglied der Grundgesamtheit hat die gleiche Wahrscheinlichkeit, ausgewählt zu werden.
Dies ist vergleichbar mit dem Ziehen von Namen aus einem Hut.
Dabei gilt:
- N = Grundgesamtheitsgröße.
Beispiel 1:
Es gibt eine Klasse mit 30 Studierenden. Es sollen zufällig 5 für eine Umfrage ausgewählt werden.
Lösung: Verwenden Sie einen Zufallszahlengenerator, um 5 eindeutige Zahlen zwischen 1 und 30 auszuwählen. Jede Person hat eine 301 Wahrscheinlichkeit, ausgewählt zu werden.
Beispiel 2:
Eine Klasse besteht aus 30 Studierenden, von denen 5 für eine Umfrage ausgewählt werden sollen.
- Gesamtpopulation: N=30;
- Stichprobengröße: n=5.
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass sowohl Alice als auch Bob ausgewählt werden?
Gesamtanzahl der Möglichkeiten, 5 Studierende aus 30 auszuwählen:
(530)Anzahl der günstigen Stichproben, die sowohl Alice als auch Bob enthalten:
Alice und Bob werden festgelegt — es müssen noch 3 weitere aus den verbleibenden 28 ausgewählt werden:
Die Wahrscheinlichkeit beträgt somit:
P=(530)(328)Geschichtete Stichprobe (Stratified Sampling)
Die Grundgesamtheit wird in sinnvolle Untergruppen (Schichten) unterteilt, aus denen jeweils zufällige Stichproben entnommen werden.
nh=NNh×nDabei gilt:
- Nh – Größe der Untergruppe h;
- N – Gesamtgröße der Population;
- n – Gesamtgröße der Stichprobe;
- nh – Stichprobengröße aus Untergruppe h.
Beispiel:
Eine Klasse besteht aus 30 Studierenden: 18 männlich und 12 weiblich. Es sollen proportional 10 Studierende gezogen werden:
- Aus der Gruppe der männlichen: 3018×10=6;
- Aus der Gruppe der weiblichen: 3012×10=4.
Vorteil: Gewährleistet die Repräsentation wichtiger Untergruppen.
Klumpenstichprobe (Cluster Sampling)
Die Grundgesamtheit wird in Gruppen (Cluster) aufgeteilt, und ganze Cluster werden zufällig ausgewählt.
c=number of clusters to sampleDabei gilt:
- Cluster sind bereits bestehende Gruppen (z. B. Klassenräume, Teams);
- Es werden ganze Cluster zufällig ausgewählt, nicht einzelne Individuen.
Beispiel 1:
Ihre Schule hat 5 Klassenräume. Sie möchten eine Stichprobe von 25 Schülern, aber das Befragen einzelner Personen ist zu zeitaufwendig.
Lösung: Wählen Sie zufällig einen Klassenraum aus (da jeder etwa 25 Schüler hat) und befragen Sie alle.
Beispiel 2:
Eine Universität hat 20 Wohnheime, jedes beherbergt 50 Studierende. Sie wählen zufällig 4 Wohnheime aus und befragen alle darin.
- Anzahl der Cluster: N=20;
- Ausgewählte Cluster: n=4;
- Studierende pro Wohnheim: M=50;
- Insgesamt befragte Studierende: n×M=200.
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine bestimmte Person (z. B. Sarah) enthalten ist?
Sie entspricht der Wahrscheinlichkeit, dass ihr Wohnheim ausgewählt wird:
Komplexer Fall:
Wenn 10 Wohnheime 30 Studierende und 10 Wohnheime 70 Studierende beherbergen und Sie zufällig 4 Wohnheime auswählen, wie groß ist die erwartete Stichprobengröße?
Sei:
- D30=10 Wohnheime mit 30 Studierenden;
- D70=10 Wohnheime mit 70 Studierenden.
Erwartete Stichprobengröße:
E=2010⋅(4×30)+2010⋅(4×70)=200Selbst wenn Cluster unterschiedlich groß sind, bleibt die erwartete Stichprobengröße gleich, wenn die Wohnheimtypen ausgeglichen sind.
Systematische Stichprobe
Jedes k-te Element aus einer Liste auswählen.
k=nNDabei gilt:
- N – Gesamtpopulation;
- n – gewünschte Stichprobengröße;
- k – Stichprobenintervall.
Beispiel:
Eine Liste mit 1000 Kunden. Sie möchten eine Stichprobe von 100. Also:
k=1001000=10Wählen Sie einen zufälligen Startpunkt (z. B. 7) und dann jedes 10. Element: 7, 17, 27 usw.
Vorteile: Einfach umzusetzen und systematisch.
Alle Methoden an einem Problem angewendet
Problemstellung:
Sie untersuchen die Zufriedenheit mit der Cafeteria an einer Schule mit 300 Schülern, verteilt auf 10 Klassenräume (je 30 pro Raum). Sie möchten eine Stichprobe von 30 Schülern ziehen.
- Einfache Zufallsauswahl: 30 Namen zufällig aus der Gesamtliste auswählen;
- Stratifiziert: Wenn 60% Jungen und 40% Mädchen sind, 18 Jungen und 12 Mädchen auswählen;
- Klumpenstichprobe: Eine Klasse (30 Schüler) zufällig auswählen und alle befragen;
- Systematisch: Jeden 10. Schüler aus einer geordneten Liste auswählen.
Zusammenfassung
- Stichproben reduzieren den Aufwand der Datenerhebung und ermöglichen dennoch Verallgemeinerungen;
- Zufalls- und stratifizierte Stichproben bieten die höchste Genauigkeit;
- Klumpenstichproben sind effizient, funktionieren aber am besten, wenn die Klumpen ähnlich sind;
- Systematische Stichproben sind einfach und praktisch;
- Gelegenheitsstichproben sind riskant und sollten möglichst vermieden werden;
- Die gewählte Stichprobenmethode sollte bei Analysen in der Praxis immer dokumentiert werden.
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