Schlüssel, IDs und Surrogatschlüssel
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Eine Schlüsselspalte erfüllt eine Aufgabe: Sie verknüpft eine Zeile in einer Tabelle mit der passenden Zeile in einer anderen.
Wenn das Datenmodell CustomerID C003 in einer Sales-Zeile sieht, folgt es der Verknüpfung zur Customers-Tabelle und findet die eine Zeile, in der CustomerID ebenfalls C003 ist. Von dort liest es Name, Region und Segment aus. Dieser Nachschlagevorgang erfolgt automatisch – aber nur, wenn die Schlüsselspalte zuverlässig ist.
Zwei Bedingungen müssen beide erfüllt sein:
- Eindeutig auf der Dimensionsseite: Jede CustomerID in Customers darf nur einmal vorkommen;
- Übereinstimmende Werte: Die ID in Sales muss in Customers mit demselben Wert und demselben Datentyp existieren.
Wenn eine der Bedingungen nicht erfüllt ist, führt die Beziehung zu einem Fehler oder zu stillschweigend falschen Ergebnissen.
Die im Video verwendete Arbeitsmappe unterscheidet sich von der im Arbeitsauftrag verwendeten Arbeitsmappe. Wenn du die Lektion Schritt für Schritt mit dem Dozenten nachvollziehen möchtest, lade die Videodatei unter dem Video herunter, bevor du beginnst.
Primärschlüssel und Fremdschlüssel
Immer die Dimensionenseite auf Eindeutigkeit prüfen. Ist der Primärschlüssel nicht eindeutig, verweigert Power Pivot die Erstellung der Beziehung.
Surrogatschlüssel
Ein Surrogatschlüssel ist eine neue ID-Spalte, die erstellt wird, wenn in den Quelldaten kein zuverlässiger natürlicher Schlüssel vorhanden ist. Die Werte werden selbst vergeben – sie stammen nicht aus dem Quellsystem.
Wann sollte einer erstellt werden:
- Es existiert keine ID-Spalte in den Quelldaten;
- Eine eindeutige Identifizierung einer Zeile ist nur durch die Kombination von zwei oder mehr Spalten möglich;
- Der natürliche Schlüssel ist ein Label (ein Name oder eine Beschreibung) und kein stabiler Bezeichner.
Erstellung in Excel:
- Neue Spalte links neben der Tabelle hinzufügen. Klar benennen:
ProductID,CustomerID; - In der ersten Datenzeile eingeben:
="P"&TEXT(ROW()-1,"000")— erzeugt automatisch P001, P002, P003; - Formel nach unten kopieren für die gesamte Spalte;
- Inhalte einfügen → Werte um die IDs als festen Text zu speichern. Surrogatschlüssel dürfen keine Formeln bleiben — das Hinzufügen oder Entfernen von Zeilen würde sie sonst neu berechnen und zerstören.
Aufgabe
Das Hauptziel in diesem Kapitel ist das Erkennen, Verstehen und Erstellen von Primärschlüsseln, Fremdschlüsseln und Surrogatschlüsseln.
Die Aufgabe besteht darin, zunächst die Hauptprobleme mit den Schlüsseln in beiden Tabellenblättern der Arbeitsmappe zu identifizieren und Lösungsmöglichkeiten zu überlegen.
Für das Tabellenblatt 'Customers_Raw' beantworten Sie folgende Fragen:
- Handelt es sich um eine Fakt- oder Dimensionstabelle? Warum?
- Welche Spalte(n) könnten gegebenenfalls als Primär- oder Fremdschlüssel dienen? Warum?
- Falls keine vorhanden sind, welchen Surrogatschlüssel würden Sie für diese Tabelle vorschlagen?
Für das Tabellenblatt 'SalesLines_Raw' beantworten Sie folgende Fragen:
- Handelt es sich um eine Fakt- oder Dimensionstabelle? Warum?
- Falls keine der beiden, welche Schritte würden Sie unternehmen, um dies zu beheben?
1. Welche der folgenden Eigenschaften ist charakteristisch für einen guten Primärschlüssel?
2. Wann sollte ein Surrogatschlüssel erstellt werden?
3. Was muss in einer Beziehung zwischen Fremdschlüssel und Primärschlüssel übereinstimmen?
Danke für Ihr Feedback!
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