Prompting Über Verschiedene KI-Tools Hinweg
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Die in diesem Kurs erlernten Prinzipien des Promptings — die vier Komponenten, Rollen-Definition, Few-Shot-Beispiele, Chain-of-Thought, Iteration — funktionieren bei allen wichtigen KI-Tools. Die Grundlagen sind übertragbar.
Doch die Tools sind nicht identisch. Beim Wechsel zwischen ChatGPT, Claude, Gemini und Copilot fallen Unterschiede in der Reaktion auf denselben Prompt auf — hinsichtlich Länge, Tonfall, Struktur und der Art der Standardausgabe. Das Verständnis dieser Unterschiede hilft, bessere Ergebnisse mit jedem genutzten Tool zu erzielen und macht den Wechsel zwischen ihnen weniger frustrierend.
Was bei allen Tools gleich bleibt
Unabhängig davon, welches Tool verwendet wird:
- Klare Aufgabenstellungen führen zu besseren Ergebnissen als vage Formulierungen — jedes Modell reagiert auf Präzision;
- Kontext verbessert die Ausgabe — kein Modell kann Informationen ableiten, die nicht bereitgestellt wurden;
- Formatierungsanweisungen werden immer beachtet — wenn Stichpunkte verlangt werden, werden Stichpunkte geliefert;
- Iteration funktioniert — jedes große Tool unterstützt mehrstufige Konversationen und reagiert gut auf gezielte Nachfragen;
- Rollen-Prompting verändert die Ausgabe — die Zuweisung einer Perspektive beeinflusst Ton und Rahmen in allen Tools.
Diese Prinzipien sind modellunabhängig. Wenn eine Technik in ChatGPT funktioniert, funktioniert sie auch in Claude, Gemini und Copilot — das Ergebnis sieht unterschiedlich aus, aber die Technik selbst ist übertragbar.
Was sich zwischen den Tools unterscheidet
Standardlänge der Antworten: Claude liefert standardmäßig längere und detailliertere Antworten. ChatGPT und Gemini sind in ihren Standardausgaben eher knapp. Wenn die Länge wichtig ist, sollte sie immer explizit angegeben werden — beim Wechsel von Claude zu ChatGPT können die Ausgaben sonst kürzer als erwartet ausfallen.
Genauigkeit bei der Befolgung von Anweisungen: Claude ist in der Regel genauer bei der Umsetzung detaillierter Formatierungsanweisungen. Wird eine präzise Struktur verlangt — etwa fünf Stichpunkte mit jeweils weniger als fünfzehn Wörtern — hält sich Claude meist konsequenter daran als andere Modelle.
Standard-Tonfall: ChatGPT verwendet meist einen hilfreichen, neutralen Ton. Claude bevorzugt einen sorgfältigen, nuancierten Stil. Gemini spiegelt häufig den Ton der Eingabe wider. Alle diese Einstellungen lassen sich durch explizite Tonanweisungen anpassen.
Tool-Integration: Copilot arbeitet innerhalb von Microsoft 365 — es kennt den Kontext des aktuellen Dokuments oder der E-Mail, was eigenständige Tools nicht tun. Gemini ist ähnlich in Google Workspace integriert. Diese Kontextkenntnis verändert die Anforderungen an den Prompt — weniger Einfügen von Dokumentinhalten, mehr direkte Anweisungen.
Webzugriff: ChatGPT mit Browse, Perplexity und Gemini mit Search können auf aktuelle Informationen zugreifen. Claude und das Standard-ChatGPT können dies standardmäßig nicht. Für zeitkritische Recherchen ist die Tool-Auswahl entscheidend — nicht nur der Prompt.
Anpassung beim Wechsel zwischen Tools
Beim Wechsel von einem Tool zu einem anderen sollten diese häufigen Unterschiede beachtet werden:
- Wenn Ausgaben zu lang sind — eine Wort- oder Satzanzahl als Begrenzung hinzufügen. Nicht davon ausgehen, dass das Tool die gewohnten Längenstandards einhält;
- Wenn der Tonfall abweicht — eine explizite Anweisung zum gewünschten Ton geben. Was in einem Tool neutral wirkt, kann in einem anderen formell erscheinen;
- Wenn das Format nicht exakt eingehalten wird — die Formatvorgabe noch klarer formulieren. Verschiedene Tools reagieren unterschiedlich sensibel auf Formatvorgaben;
- Wenn das Tool Dokumentenkontext hat (Copilot, Gemini in Workspace) — kann direkt auf das Dokument verwiesen werden, statt Inhalte einzufügen; testen, ob dies zu präziseren Ergebnissen führt als das Einfügen von Text;
- Wenn kein Webzugriff möglich ist — für die jeweilige Aufgabe auf ein suchfähiges Tool wechseln oder aktuelle Informationen direkt im Prompt bereitstellen.
Die Prompt-Bibliothek aus Kapitel 3.6 funktioniert in allen Tools. Die Vorlagen sind übertragbar — Länge und Tonfall müssen ggf. pro Tool angepasst werden, aber die Grundstruktur bleibt erhalten.
1. Welche der folgenden Aussagen beschreiben Unterschiede bei Antwortlänge, Tonfall oder Formatgenauigkeit zwischen ChatGPT, Claude, Gemini und Copilot korrekt?
2. Welche Maßnahmen helfen dabei, Prompts beim Wechsel zwischen verschiedenen KI-Tools effektiv anzupassen?
Danke für Ihr Feedback!
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