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Lernen Few-Shot Prompting — Lehren Durch Beispiele | Kerntechniken des Promptings
Prompt Engineering für die Arbeit

bookFew-Shot Prompting — Lehren Durch Beispiele

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Es gibt Aufgaben, bei denen es nicht ausreicht, der KI zu sagen, was man möchte — man muss es ihr zeigen. Dies ist das Grundprinzip des Few-Shot-Promptings: Anstatt (oder zusätzlich zu) Anweisungen zu schreiben, fügt man ein oder mehrere Beispiele des gewünschten Outputs hinzu und lässt das Modell diese als Vorlage verwenden.

Few-Shot-Prompting ist eine der wirkungsvollsten Techniken, besonders für Aufgaben, bei denen eine bestimmte Tonalität, ein bestimmtes Format oder ein Stil eingehalten werden muss, der sich schwer in Worte fassen lässt.

Funktionsweise von Few-Shot-Prompting

Die Struktur ist einfach. Sie geben an:

  1. Eine kurze Anweisung (die Aufgabe);
  2. Ein oder mehrere Beispiele mit Eingabe-→-Ausgabe-Paaren;
  3. Die eigentliche Eingabe, die das Modell verarbeiten soll.

Das Modell liest die Beispiele, erkennt das Muster und wendet es auf die neue Eingabe an.

Beispielstruktur:

Note
Prompt

So verfasst unser Team interne Status-Updates:

Input: The API integration is delayed due to a dependency issue on the vendor side. ETA unclear. Output: API integration delayed — vendor dependency unresolved. No ETA yet. Flagged to [Owner]. Next update: Friday.

Input: Design review completed. Three minor revisions requested by stakeholders. Changes expected by end of week. Output: Design review done — 3 revisions requested. Changes due EOW. Owner: Design team.

Übertragen Sie nun das gleiche Format auf dieses Update: Input: The onboarding flow testing is 80% complete. Two edge cases still being resolved by the dev team. Expected completion by Thursday.

Screenshot-Beschreibung: Ein Chatfenster zeigt einen Few-Shot-Prompt in voller Länge. Der Prompt ist optisch in drei deutlich gekennzeichnete Abschnitte unterteilt, die durch dezente Hintergrundschattierung hervorgehoben werden. Abschnitt 1 — "Anweisung": Schreibe Betreffzeilen für Re-Engagement-E-Mails im unten gezeigten Stil. Abschnitt 2 — "Beispiele": zwei Eingabe-/Ausgabe-Paare. Eingabe 1: Zielgruppe: Testnutzer, die nicht konvertiert haben. Produkt: Projektmanagement-Tool. Ausgabe 1: "Ihre Projekte warten noch auf Sie." Eingabe 2: Zielgruppe: Nutzer, die seit 90 Tagen inaktiv sind. Produkt: Design-Plattform. Ausgabe 2: "Seit Ihrem letzten Besuch hat sich viel verändert." Abschnitt 3 — "Ihre Eingabe": Zielgruppe: Nutzer, die sich registriert, aber das Onboarding nie abgeschlossen haben. Produkt: HR-Analytics-Software. Die KI-Antwort darunter erzeugt eine Betreffzeile, die klar dem Stil und der Kürze der beiden Beispiele entspricht. Eine Anmerkung zeigt auf den Beispielabschnitt: "Das Modell lernt das Muster von hier." Eine Anmerkung zeigt auf die Ausgabe: "Wendet das gleiche Muster auf die neue Eingabe an."

Wie viele Beispiele werden benötigt?

Der Begriff "Few-Shot" spiegelt wider, dass in der Regel nur wenige Beispiele erforderlich sind, um das Muster zu vermitteln:

  • Ein Beispiel (One-Shot) reicht oft für einfache Formatierungs- oder Stilvorgaben aus;
  • Zwei bis drei Beispiele decken die meisten professionellen Anwendungsfälle ab und bieten dem Modell genügend Variation, um korrekt zu generalisieren;
  • Mehr als fünf sind selten notwendig und können den Prompt unübersichtlich machen.

Die Qualität der Beispiele ist wichtiger als die Menge. Ein gut gewähltes Beispiel, das das Muster klar demonstriert, ist wirkungsvoller als drei uneinheitliche Beispiele.

Die richtigen Beispiele auswählen

Die Beispiele sollten:

  • Repräsentativ sein — sie sollten die gesamte Bandbreite dessen abdecken, was gefordert ist, nicht nur die einfachsten Fälle;
  • Konsistent sein — Stil, Format und Detailgrad sollten bei allen Beispielen einheitlich sein;
  • Nach Möglichkeit real sein — Beispiele aus der tatsächlichen Arbeit führen zu einer genaueren Stilnachbildung als erfundene Beispiele;
  • Korrekt formatiert sein — das Modell übernimmt Formatierungsentscheidungen, einschließlich Fehlern. Wenn das Beispiel einen strukturellen Fehler enthält, wird dieser voraussichtlich auch im Output erscheinen.

Wann sich Few-Shot Prompting lohnt

Few-Shot erfordert mehr Aufwand als Zero-Shot. Es zahlt sich aus, wenn:

  • Die Ausgabe einem bestimmten bestehenden Stil oder Format entsprechen soll (Schreibstil des Unternehmens, Berichtsvorlage, Tonleitfaden);
  • Zero-Shot-Versuche Ergebnisse liefern, die zwar nah dran, aber nicht ganz korrekt sind;
  • Ein wiederverwendbares Prompt-Template erstellt wird, das mehrfach genutzt werden soll — der Einrichtungsaufwand ist eine einmalige Investition;
  • Die Aufgabe subjektive Qualitätsbeurteilungen beinhaltet (was eine gute Betreffzeile ausmacht, was eine Zusammenfassung prägnant macht), die sich leichter demonstrieren als erklären lassen.
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